Über Alte Künste Naturfarben Lichtechte Farben Indigo Pflegeanleitung  
Margit Hofmann

Über Alte Künste

Historisches Textilhandwerk verbunden mit hochwertiger Wolle - das ist die Philosophie hinter Alte Künste.

Meine Sichtweise auf Pflanzenfarben und Färben mit Pflanzen ist geprägt durch die Zusammenarbeit mit Restauratoren und Archäologen im Textilbereich. Ich arbeite möglichst nach historischen Färberezepten. Außerdem forsche ich aktiv nach historischen Rezepten, die nur noch aus Textfunden bekannt sind, um sie der modernen Pflanzenfärberei wieder zugänglich zu machen.

Meine Färbeausbildung im Bereich Pflanzenfarben habe ich bei professionellen Pflanzenfärbern vor Ort in Frankreich und Großbritannien absolviert. Auch hier lag der Schwerpunkt auf historisch überlieferten Färbungen, um die Vielfalt von Pflanzenfarben zu erhalten und wieder bekannter zu machen. Sehr gern arbeite ich deshalb auch mit Museen zusammen, um den Bekanntheitsgrad der Pflanzenfärberei und der Qualität von Pflanzenfarben zu steigern.

Schöne Farben gehören auch auf schöne Garne - ich lege großen Wert auf hochwertige Markengarne bei meinen Färbungen. Die schönste Färbung enttäuscht, wenn das Garn von minderer Qualität ist. Um meinen Kunden eine dauerhaft hochwertige Qualität bieten zu können, färbe ich aktuell auf Garnen aus dem Hause Atelier Zitron und Pascuali.

Pflanzen- und Naturfarben sind etwas ganz besonderes. Bis vor wenigen hundert Jahren waren sie die einzige Möglichkeit der Menschen Farben zu nutzen - und wir haben es reichlich genutzt! In unserer industrialisierten Welt haben wir heute nur noch wenig Erinnerungen an diese Farbenpracht. Tatsächlich waren unser Vorfahren von Farben begeistert und haben Buntes durchaus mehr geliebt als wir es uns heute allgemein vorstellen. Entsprechend war das historische Wissen um Pflanzenfarben um ein Vielfaches größer als heute.

Das Vorgehen beim Pflanzenfärben ist seit Jahrtausenden weitgehend unverändert:

  1. Die Wolle wird mit einer Beize vorbereitet, so dass sie die Pflanzenfarbe aufnehmen und dauerhaft halten kann.
    Ich verwende für Mensch und Umwelt unbedenkliche Beizen auf Alaunbasis. Es gibt historische Färberezepte, die andere Beizen verwenden, die nach heutigem Wissensstand für Mensch und Umwelt ungeeignet sind. Ich verzichte bewußt auf den Einsatz solcher Stoffe.

  2. Das Färben der gebeizten Wolle.
    Dazu wird die Wolle in der Färbeflotte erhitzt. Dies kann - abhängig von der jeweiligen Pflanzen- oder Naturfarbe - direkt zusammen mit der Pflanze sein, oder in einem ausgekochten Sud.
    Dieser Vorgang wird zum Teil mehrfach wiederholt um bestimmte Färbungen oder Farbeffekte zu erziehlen.
Färbesud

Das Färben mit Naturfarben ist daher ein langwieriger Prozess, der mehrere Tage in Anspruch nimmt. In dieser Zeit beschäftige ich mich intensiv sowohl mit der Wolle als auch mit den jeweiligen Pflanzen und Naturfarben. Jede Naturfarbe hat ganz spezielle Eigenschaften und Bedürfnisse, damit sie ihre Farbbrillanz vollständig entfaltet. Hierin liegt für mich die Faszination der Naturfärberei: nach und nach werden den Pflanzen ihre Farben entlockt und dauerhaft auf die Wolle gebannt, die dann zu einem strahlenden neuen Strick-, Häkel-, Filz- oder Spinnstück werden kann.

Wie die Jahreszeiten sich abwechseln und die Natur sich in diesem Kreislauf entwickelt, so spiegelt sich dieser Wechsel an Werden, Vergehen und wieder neu Werden im Färbeprozess der Wolle und der Entstehung neuer Handarbeiten daraus wider. Meine mit Naturfarben handgefärbte Wolle soll diese Freude weiter geben, damit sie sich in Ihren Handarbeiten wieder findet.

27.08.2017
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